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Der Liederkranz Jagstheim sucht neue Sängerinnen und Sänger für Stamm- und Projektchor. Nach zweijähriger Zwangspause wollen beide Chöre wieder durchstarten. Von Julia Vogelmann

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Endlich darf wieder gesungen werden. In den Reihen der Jagstheimer Chöre ist noch Platz für neue Sängerinnen und Sänger.
Seit bald 200 Jahren wird in Jagstheim gesungen und das soll auch so bleiben – zumindest wenn es nach den Mitgliedern des Chores und des Projektchores Dea Chor geht.
 
Es sind alle wieder da, weil es ihnen Spaß macht.
Hermann Richter Vorsitzender Liederkranz Jagstheim
Der 1828 gegründete Männerchor ist durch die Geschichte natürlich gewachsen, und der inzwischen älteste Chor im Altkreis Crailsheim wandelte sich in der Nachkriegszeit zum gemischten Chor. Pünktlich zur Jahrtausendwende trug man sich mit dem Gedanken, auch die Idee Chor in eine neue Zeit zu befördern, mit dem Ergebnis, dass sich mit dem etwas anderen Chor ein Projektchor gründete. 2007 startete man den Ableger mit rund 20 Sängern und der Grundidee: Singen sonst nix. „Es war eine riesige Überraschung für uns, dass das gleich so angenommen wurde“, erinnert sich Hermann Richter, der Vorsitzende des Liederkranzes Jagstheim, an die Anfänge.
 
Was mit einer Abkopplung von den Vereinsverpflichtungen anfing, mauserte sich über die Jahre zu einem selbstorganisierten Teil des Vereins mit bis heute 34 Sängern. Dazu gibt es parallel wie seit jeher den Stammchor mit aktuelle rund 20 Sängern. „Die Angst war am Anfang, dass der eine Chor den anderen kaputt macht, doch das hat sich nicht bewahrheitet“, sagt Richter stolz und berichtet vom unterschiedlichen Repertoire der Chöre, das ganz unterschiedliche Zielgruppen anspricht.
 
Singt der Stammchor vorwiegend Deutsch, wagt sich Dea Chor an Swing und Musical. Auch die Herangehensweise der Chöre ist eine andere. Im Stammchor wird in der Singstunde gelernt, wer im Projektchor mitsingt, hat auch die Möglichkeit, via MP3-Aufnahme der einzelnen Stimmen zu Hause für sich zu üben. Rund 120 Stücke umfasst das Repertoire des Projektchores, und er kann sich damit neben dem Stammchor sehen lassen.
 
Doch wie vielerorts hat die Corona-Pandemie bei9de Chöre vor eine große Herausforderung gestellt. Wie erhält man einen Chor oder sogar zwei, wenn nicht gesungen werden darf? Die Basis des Vereinslebens war für zwei Jahre praktisch nicht vorhanden. Immer wieder gab es Anstrengungen, die Gemeinschaft aufrecht zu erhalten, zum Beispiel über Whatsapp-Gruppen. Sobald es möglich war, wurde ein Hygienekonzept erstellt, um wieder singen zu können.
 
Lockerungen im Frühjahr
Im Herbst 2021 war es soweit, doch nach vier Proben kam die nächste Zwangspause – und erneut die Angst, sich von der Choridee dauerhaft verabschieden zu müssen. Mit den Lockerungen im Frühjahr gab es auch wieder Licht am Ende des Tunnels für die Chöre, und wie vielerorts nahmen auch die Jagstheimer Chöre wieder ihre Arbeit auf. Seit Ende der Osterferien wird wieder regelmäßig gesungen. „Es sind alle wieder da, weil es ihnen Spaß macht“, berichtet Hermann Richter erleichtert aus den Chorproben von Stamm- und Projektchor.
 
Doch deutlich wird auch: Beide Chöre könnten mehr Sänger gebrauchen. „Mein Wunsch wäre es einfach, dass viele sangesfreudige Sängerinnen und Sänger zu uns kommen und den Spaß miterleben, den wir haben“, preist Richter an. Laut Richter fehlen Sänger in allen Stimmlagen, und er lockt mit der Aussicht auf spaßige Chorproben, gemeinsame Konzerte und Ausflüge sowie einer Gemeinschaft, in die jeder, der gerne singt, leicht integriert wird. Auch die Dirigentinnen der beiden Chöre, Rosalinde Bauer für den Stammchor und Magdalena Dratwa für den Projektchor, würden sich über neue Sänger und Sängerinnen freuen.
 
Proben dienstags und mittwochs
 
Gesungen wird im Stammchor des Liederkranzes übrigens dienstags ab 20 Uhr, der Projektchor Dea Chor probt mittwochs ab 20 Uhr in der ehemaligen Schule neben der Jagstauenhalle. Informationen für Interessierte gibt es unter www.lk-jagstheim.de oder bei Hermann Richter unter E-Mail an hrichter.hr@gmail.com.
   
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